Ecuador,Vulkan Chimborazu,der sonnennäheste Punkt der Welt !
Ecuador,Vulkan Chimborazu,der sonnennäheste Punkt der Welt !
Dagmar und Manfred ..on the Road..
Dagmar und Manfred    ..on the Road..  

in den Blogartikeln sind Links, meist zu Wikipedia, integriert !

Wer also mehr "Standardinformation" zu den besuchten Spots möchte, den Link benutzen....und wir können mehr "persönliches" Schreiben, und nicht den Spot prinzipiell beschreiben  (und das "Rad neu erfinden")

02.11.2017
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Hörblog: Lesen: Und so betreten wir unser 19tes Land. Wie immer, freundlichste Abfertigung, und wieder: "Bienvenidos in Uruguay" .....wär hätte gedacht, das wir uns mal freuen Spanisch zu hören ? Wir übernachten in einem riesgen Areal am Meer. Im Nationalpark Santa Teresa. Siehe hier :  https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Santa_Teresa Wir besuchen die Festung darin, sowie einen kleine Zoo mit landestypischen Tieren, der von Soldaten mehr schlecht als recht erhalten wird.                                                     sooo gross sind die Nutria´s hier ! Da absolute Nachsaison ist, gab es nirgendwo im ganzen Park eine "Zahlstelle". Alle Facilities sind geschlossen. Allein die Tatsache, das es viele hundert (!) mit Nummern versehene Campspots gibt, lässt erahnen, was hier im Sommer los ist ! Unsere letzten Kilometer führen uns auch durch Punta del Este, das Erholungsgebiet der uruguyanischen Oberschicht. Villen, edle Restaurants, noble Geschäfte ohne Ende......aber ausgestorben und geschlossen. siehe hier : https://de.m.wikipedia.org/wiki/Punta_del_Este Und schon ist es soweit : Am 13.05.2017 erreichen wir den Platz von Heinz, dem Schweizer, das "Paraiso Suiza". Unsere letzte Station. Wir sind nicht alleine. Drei weitere Fahrzeuge mit Besatzung stehen auf der Wiese. Hier ist der unter Overlandern hinlänglich bekannte "Vorbereitungsplatz" ......entweder um das grade im ca. 50km entfernten Hafen in Montevideo abgeholte und aus Europa kommende Fahrzeug "reisefertig" zu machen----oder eben andersrum, wie in unsrem Fall.....und ebenso bei den anwesenden Kollegen. Es ist jetzt Winter hier, keine gute Jahreszeit um einen Overlandtrip zu starten ! Hier kommt wieder so ab Ende November "Leben in die Bude".....bis dahin ist Heinz "Herr" über ein Millionenvermögen in Form abgestellter Overlandfahrzeugen, vom kleinen Landcruiser bis zum MAN 12 Tonner und diversen Unimogs. Deren Besitzer haben auch kein "Bock" auf Winter....Geld genug ist ja da.....und so verbringt man den angenehmen Sommer in Europa. Wird es dann dort wieder ungemütlich, wird der Diesel bei Heinz wieder abgeholt.....gut bewacht und täglich gelüftet ! Für uns keine Option. Wir wollen mit unserem "Amigo" wieder nach Europa. Und so räumen wir einmal alles aus dem Hilux aus, und das was mitgeht wieder rein ! Klar, jetzt mischt sich Wehmut mit Vorfreude, die aber klar überwiegt. Das Gefühl, in diesem Gefährt unglaubliche zwei Jahre verbracht zu haben, erfüllt uns mit, na ja, ungläubigem Staunen, und wir stehen klar zu unserer Entscheidung das für unseren "the americas" overlandtrip hier Endstation ist. Und so fahren wir am 18.05.2017 nach Montevideo, treffen unsere Verschiffungsagentin, die uns am nächsten Tag auch im Hafen bei den Abgabe und Zollformalitäten behilflich ist. So geschieht es denn auch. Unsere Freund hat es geschafft, und geht übern grossen Teich auf seine Reise ! Tschau lieber Hilux, wir werden dich pünktlich in Hamburg "gebührend" in Empfang nehmen. Hasta luego, LUX ! Nicht ohne feuchte Augen verlassen wir das Hafengelände, laufen zu Fuss zu unserem Hotel mitten in Montevideo zurück. Ganz normale Fussgänger, denen man nicht ansieht, was für eine Reise hier gerade zu Ende ging. Für die "Auslaufrunde", die schon gebucht und geplant ist, sind wir als Fussgänger und Busbenutzer besser gewappnet. Stadtbesuch steht an : das Unesco Weltkulturerbe "Colonia del Sacramento" siehe hier:  https://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_del_Sacramento      ......und da gegenüber, 1'h Schnellfähre nur entfernt : Buenos Aires !!
11.09.2017
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11.09.2017
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Brasilien: ......"Wasser und Winter" (22.04.2017-11.05.2017) Hörblog:    Lesen: Die Grenzabfertigung in Richtung Brasilien ist gewohnt freundlich und leger, der Grenzer spricht Englisch.....das sollte dann aber auch vorerst das letzte Mal sein, das wir einen ganzen Satz verstehen.....Bem vindo Brasil....und nix mehr "Bienvenidos".... Unser mühevoll gelerntes Spanisch verliert rapide an Wert....Brasilien spricht portugiesisch ! Shit, die Sprachmelodie, der Wortschatz.... gehe zurück auf "Start". Na ja, erstmal fahren wir nur wenige Kilometer nach der Grenze zu unserem geplanten Campspot " Paudimar". Siehe hier : https://www.paudimar.com.br/ Von dort aus wollen wir ein letztes Naturhighlight erkunden: Die Iguazu Wasserfälle !Idealer Standort.....und beste Aussichten auf Sport, Spiel, Spannung .....denn nicht zu übersehen parkt da schon ein grüner 911er Mercedes  Rundhauber....und rund um den quieken Kinder.....genau, Romy und Leven und als "Zugabe" klar die Eltern Torben und Michi....beste Reisefreunde ! Wir machen uns breit, schmieden Pläne für die nächsten Tage, nehmen die Community Küche in Beschlag...kochen zusammen was das Zeug hält! Wir buchen beim Hostel eine Fahrt zur argentinischen Seite der Wasserfälle - und halten unserem Hilux "das Wort".....wir versprachen ihm.....er muss nicht mehr nach Argentinien ! Wie war's?? Gigantisch ! Top angelegter Nationalpark mit kleiner Eisenbahn zum Erreichen der verschiedenen Ebenen des Wasserfallgebietes.....tolle Wanderwege, wirklich "geile" Aussichtsplattformen , mal oberhalb mal unterhalb der hunderten verschiedenen "Fälle". Wir verbringen den ganzen Tag dort, wandern hoch und runter....bei strahlendem Sonnenschein. Nachmittags lässt dann auch der Besucherstrom nach....und auf den Wegen durch üppigstes Grün, Wassergemurmele, frechen Nasenbären die immer wieder auf Brotzeit Beute aus sind, schreiend bunte Vögel in den Bäumen, kommt wieder dieses spezielle "Urwaldfeeling" auf, wo wir uns als "Entdecker" fühlen....und dies innerhalb eines der meistbesuchtesten Nationalparks Amerika's ! Mit der allerletzten Schmalspurbahn fahren wir zum Ausgang. Ziemlich kaputt, aber voll zufrieden mit dem tollen Tag. Schaut euch die Bilder an ! Iguazu Wasserfälle Tag 2: Brasilien ! Der Eingang ist nur einen "Katzensprung" vom Paudimar entfernt...per "Rundhabertaxi" fahren wir zu sechst zum Eingang. Weniger Betrieb - weniger Eintritt - weniger spektakulär, so kann man "versuchen" beide Seiten zu vergleichen. Ist und bleibt aber eine persönliche Einschätzung. Klar gilt auch hier der Grundsatz...."wenn man schon mal hier ist....." Gemeinsames "Shopping" in Paraguay steht nochmals auf dem Programm. Mit dem Stadtbus geht es total relaxed wieder über die Grenzbrücke nach Ciudad del Este. Von dem Tags zuvor verübten "Jahrhundertraub"  lässt sich die paraguayanische Elektronik - Schmuggelmeile jedenfalls nicht beeinflussen. Siehe hier : http://www.spiegel.de/fotostrecke/paraguay-der-jahrhundert-raub-von-ciudad-del-este-fotostrecke-146887.html Business as usual ist angesagt und so geht es mit diversen Taschen abends wieder zurück nach Brasilien. Abschied von "Hippie-trail.de"....See you in Germany ! Nach einem superheftigen Gewitter mit Flutung des Camps machen wir uns früh vom Acker, nicht bevor wir dem "parque de aves" noch einen Besuch abgestatten haben. Absolut lohnenswerter, liebevoll ausgestatteter Vogelpark mit Tucanen, aller Arten von Grosspapageien, begehbaren Grossvolieren mit "Kontakt" zu den farbenfrohen Tieren. siehe hier : http://www.parquedasaves.com.br/pt.html Vor allem der Tucan, der meine Schuhe so Klasse fand, sorgte für Lacher ! Es ist der 26.04.2017. Wir machen uns auf Richtung brasilianischer Küste. Auf der BR-277 machen wir noch einiges an Kilometer, schaffen es bis Cantagalo.Die Strasse ist zum grossen Teil 4-spurig, kostet jede Menge Maut, aber mangels echter Alternative ballern wir eben auf dieser "Autobahn"  die etwa 700km bis Paranagua "herunter". Es ist mein Geburtstag. Wir gönnen uns ein Frühstück im angrenzenden Hotel unseren Übernachtungsplatzes. Happy Birthday , Manni. Der zweite Geburtstag "unterwegs". Für die ganz aufmerksamen Leser: wo waren wir genau an diesem Tag vor einem Jahr ? Am Lake Atitlan, Guatemala !.......unglaublich......! Nach einen weiteren Fahrtag mit Übernachtung auf einem Campspot namens "no Sol".... nein, heisst nicht "keine Sonne" , sondern "in der Sonne"....verrücktes portugiesich eben, auf dem zwei hungrige Katzen um uns herumschleichen, kommen wir an die Küste. Brasilianische Küste. Wer jetzt an Puderzuckersand und blaues, klares Wasser denkt liegt hier im Süden....leider völlig daneben. Entweder Städte mit Bettenburgen......oder Haus an Haus....das Meer aufgewühlt, kalt, Strände, ja, aber direkt an der "Strandpromenadenstrasse" Absolut nicht unser Ding und so "fliehen" wir auf der belebten BR 101 Richtung Süden, vorbei an endlosen "Balnearios" Strandstädten für "Massentourismus" der Locals. Ruhe und Erholung finden wir  pünktlich zum Ende eines "brasilianischen Langwochenendes mit Feiertag"  am südlichen Zipfel der Halbinsel Porta Belo. Dort, an der schmalsten Stelle der Landzunge, gibt es das Paraiso Real. Und der Name ist Programm. Bei einer luxoriösen Appartmentanlage gibt es einen ebensolchen Campspot ! Beste, gepflegteste Facilities, ja sogar ein TV Raum, Küche, alles da ! Alles erinnert an das Mittelmeer....wir können uns die Meerseite, die wir beide in zwei Minuten zu Fuss erreichen können, aussuchen ! Seite 1 : Endloser Strand mit schönen Wellen....Seite 2: Kleiner, romantischer Fischerhafen.....mit Bar's an der ruhigen Wasserlinie.....und perfektem Sonnenuntergang ! Wir bleiben 4 Tage, merken ganz gewaltig, das uns die Szenerie hier an "Mittelmeerflair" erinnert....und das ist uns überhaupt nicht "unangenehm", im Gegenteil: Wir geniessen es sehr ! Das Wetter wird wieder "Südamerikanisch winterlicher". Regen und Wind kommt auf. Die Tage werden sofort merklich kühler....und nachts, also ab 18.00 Uhr, geht das Thermometer dann auf 5-8 Grad runter.....! Am 19.05 2017 müssen wir den Hilux in Montevideo am Hafen abgeben.....am 3.Mai verlassen wir das "reale Paradies" ....gut erholt, und der europäische Vorgeschmack.....tat erstmal eher gut als "weh" ! Wir fahren die BR -101 weiter in südlicher Richtung. Vorbei an der Skyline von Florianapolis, biegen wir bei Laguna ans Meer ab. Es erwartet uns ein typischer Surferspot. Hohe Wellen, Salzgischt, Wind, breiter Sandsstrandstreifen. Wir knallen unseren Lux mit Allrad und Untersetzung eine kleine Sanddüne hinauf, in eine dahinterliegende Kuhle. Windschutz ist das A und O inzwischen. Wir verbringen ein ruhige Nacht, und da Wetter und Landschaft nicht mehr hergeben, spuren wir am nächsten Tag wieder auf die BR 101 ein und landen in Torres, einer Stadt am Meer. Da viele Campspots schon geschlossen haben, freuen wir uns um so mehr, das der Besitzer vom "Camping Cabanas Guarita" grade gehen will, uns aber freundlich nochmals das Tor öffnet, ein Schlüssel zum Einfahrtstor gibt, uns willkommen heisst und dann schnell verschwindet. Wir sind alleine auf dem ganzen Platz. Es gibt Duschen, Wifi, eine funktionsfähige, einfache Küche. Da unser Gasflasche inzwischen leer ist, kommt uns dies sehr gelegen ! Am nächsten Tag kommen Bettina und Andreas mit ihrem Sprinter an. Die beiden hatten wir schon beim "Hasta la Pasta" in Paraguay getroffen. Gemeinsam fahren wir zur Itaimbenzhino Schlucht.....und wieder zurück. Das Wetter ist so schlecht, Regen, Nebel und kalt, das wir nicht bleiben, sondern nach Torres zurückfahren. Das Wetter macht sich, und so machen Daggi und ich am nächsten Tag eine ausgedehnte Wanderung an die früher als Schutzburg benutzen Küstenfelsen. Neben einem Sonnenbad eröffnen sich klasse Aussichten auf das wilde Meer ! Nach vier Nächten hier, machen wir uns wieder auf. So langsam realisieren wir , dass dies hier die letzten Kilometer unseres 2 - Jahres Trip werden. Ein kleines Highlight liegt jetzt noch vor uns. Sand und Strandfahren ! Was in Europa nicht mehr möglich ist, ist hier "normal" : Ausgedehnte Fahrten direkt am Strand entlang, sowohl von Fischern, wie von den Locals, die einfach ins nächste Dorf wollen. Da Allradpickup's die Standardfahrzeuge hier sind, werden diese hier sinnvoll genutzt, und nicht nur als "Show oder Kiesgrubenfahrzeuge". Wir fahren von Estreito von der BR 101 direkt an den Strand. Schon die Zufahrt ist Weichsand und fahren macht entsprechend "Laune". Ein Übernachtungsplatz ist in einem kleinen Wäldchen hinter der Dünenlinie schnell gefunden. Vorne am Strand bläst es gewältig-hier haben wir idyllische Ruhe, geniessen den Nachmittag in der Sonne. Schöner Platz ! Am nächsten Morgen geht es durch die Dünen an die Strandlinie. Was ein Spass, den Hilux durch den Sand "fliegen" zu lassen ! Wir fahren so etwa 40km , fahren auf der Höhe von Sao Jose do Norte weg vom Strand......direkt vor ein Fischrestaurant, wo wir ein mächtiges 5 Gänge Meeresfrüchtemenü vom feinsten "verputzen". Dann geht es mit der Fähre nach Rio Grande, einer "Industriestadt" mit riesigem Containerhafen, Raffinerien und Chemiefabriken. Wir umfahren diese, übernachten an einem "Arbeitercamp", was Arbeitgeber ihren Mitarbeitern sozusagen als "sozial Add-on" sponsoren. Es ist der 11.05.2017, wir kommen nach Chuy, der Stadt an der Grenze zu Uruguay. Unser letztes Land. Tja, es mehren sich die "ein letztes Mal"....letzte Grenze, ein letztes Mal tanken, Ölkontrolle, Kaffee morgens für mich im "zweiten Stock"... Chuy gibt nicht wirklich was her. Kennst du Ciudad del Este , weisst du, wie ein Grenzstadt "pulsieren" kann ! Da ist es wieder...."Alles schon höher, weiter, härter, kälter , bunter"....gesehen ! Zeit, das unser Kleinhirn zwei Jahre Bombardement auf alle Sinne und Gefühle verarbeiten kann.....! Und so verlassen wir Brasilien.....kurzes Gastspiel, zu kurz um Land und Leute wirklich kennen zu lernen. Was bleibt ? Portugiesisch hat für uns nix mit Spanisch zu tun !
30.06.2017
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Hörblog: Lesen: so bescheiden wirbt Paraguay selbst ! Paraguay: wiedermal ein "Wundertütenland"..wenig Info's ,viele Kollegen "sparen" sich Paraguay. Von Ushuaia kommend, ist es zum Erreichen der "Endstation" Montevideo, bei der das Fahrzeug zurück verschifft, oder aber "geparkt wird, nicht nötig Paraguay "mitzunehmen". Wir wollen Paraguay nicht "auslassen", und so stehen wir am 04.04.2017 an der Grenze, am Ende der argentinischen Ruta 11 und  aus dieser wird dann die Ruta 12 "Vicepresidente Sanchez". Und endlich...da ist es wieder, das Prickeln, die Neugier.....Grenzgewühl....bunte Verkaufsstände, die obligatorischen "Grenzhelfer" ....die wir freundlich ablehnen...und ,wow, was ein "geiler" Durcheinander. Wir finden die "Migracion", freundliche und lachende Grenzer, staunen über uns Gringo's....ahhh Aleman...bueno...deutscher Pass, Lachen im Gesicht. Das Papier für den Hilux wird so nebenbei ausgestellt, viel wichtiger ist das "fachsimpeln" mit dem Grenzer und seinen Kollegen über unseren Auto....die Weltkarte und unsere schon gefahrene Strecke sorgt wiedermal für ungläubiges Staunen....und auch : "ja, ihr besucht unser Land ! Bienvenidos amigo aleman !"  Selten wurden wir herzlicher und entspannter an einer Grenze empfangen. Wir dieseln los, als Beifahrer kann ich mir die bunte Welt draussen schon angucken. Das Strassenbild hat sich im Gegensatz zu  Argentinien/Chile komplett gewandelt. Bunte, kleine Geschäfte, Obst und Gemüse im Überfluss, es gibt wieder "Fressbuden", Grills am Strassenrand!  Wir umfahren Asuncion, das gerade wegen Unruhen im Stadtkern in den Schlagzeilen ist, gelangen über den Rio Paraguay auf der RN 3 nach Limpio.Eine schwer bewaffnete Militärstrassensperre winkt uns raus. Immer nur freundlich bleiben. Sie interressiert das schwarze Köfferchen hinter Dagmar's Sitz. Langsam aufmachen....Outdoorcampingkocher, keine Waffen...alles klar, weiterfahren.  Wir halten auf der belebten Hauptstrasse. Eine der ersten "Amtshandlung" nach einem Grenzgang heisst oft : "Bargeldbeschaffung". Oh, wie unglaublich bequem haben wir Europäer es in unserem "Wirtschaftsraum"...es "klingelt" immer gleich im Geldbeutel..! Ok...wie heissen die "Dinger" hier ?? Guaranies !! Benannt nach den Urindios des Landes. Wie ist der Kurs ? 6000 Guaranies sind ein Euro...! Hilux geparkt, dem Wächter vor der Bank mit Kevlarweste und erhobener Schrotflinte kurz zugenickt...und rein zum Automat und mal eben 100000.- abgehoben....Scheine möglichst schon drin verstauen, Keypad abwischen, kurzer Blick zum Automat...ok, modernes Teil, alles gut ! Yeah, wir sind "flüssig" ! Wir müssen mal eine "Lanze" für die Cortal Consors Visa Karte brechen: Nie ein Problem, keine Bankgebühren, alles bestens, danke hierfür ! Wir haben von unserem Zielpunkt für heute leider keine genaue Koordinaten.....fahren zwar mit GPS und eingetragenem Ziel....aber es bleibt eine "Richtungsnavigation" . Und so kommen wir im Dunkeln zu Rene, dem Schweizer, der hinter einem massiven Tor eine Cabana Vermietung und eine "schweizer Nudelfertigung" betreibt. Und : auch er gewährt Overlandern einen Platz zum Campen ! Es ist voll bei Rene, meist grosse Fahrzeuge, Unimog und MAN Klasse. Wir parken unseren "kleinen" Hilux, und werden hier die nächsten Tage verbringen. Und so plätschern die nächsten Tage dahin....Gespräche und Austausch mit Kollegen....Einkaufen, SIM Karte fürs Handy beschaffen....und na ja, "in der Nase bohren". Es ist warm, und es regnet immer wieder mal.....und klar, um sechs Abends ist es dunkel.... Es gibt leider kein "Gemeinschaftsraum" und so hockt jeder um oder in seinem "Karren" herum. So langsam fällt uns die Decke auf den Kopf, es ist nichts fussläufig erreichbar, sodass wir bald von "Lagerkoller" geplagt werden....und so machen wir uns in der Osterwoche auf, verlassen nach 6 Tagen das "Hasta la Pasta"....und ziehen weiter. Über Paragua steuern wir den Ybycui Nationalpark an...nicht ohne bei einem der vielen Parillada, Strassenstände an denen gegrillt wird, ein riesiges Stück "Schwein vom Grill" zu vertilgen....lecker, preiswert....und das übriggebliebene "Pfund"  wird eingepackt für später ! Die Locals sind ausnahmslos interressiert, freundlich und haben immer für uns ein Lachen im Gesicht ! Sehr entspannte Stimmung "auf der Straße". Wir geniessen das gute Wetter, parken den Lux am obligatorischen Grillplatz, gehen einen netten Dschungelpfad bis zu einem kleinen Wasserfall. Nichts aufregendes, aber entspannt und nach den 6 Tagen "Lager" tut alleine freie Bewegung gut. Wir beobachten eine fette Kröte, die an einer Wasserlache , die von vielen Schmetterlingen als Tränke benutzt wird....diese alle mit ihrer "Meterzunge" wegputzt....Natur pur, eben !....Schaut euch den Video an....! Siehe hier : http://nationalparksofparaguay.blogspot.de/2011/07/ybycui-national-park.html Wir übernachten an Ort und Stelle, wollen am nächsten Tag nicht die gleiche Strecke zurück; der Park ist eine Sackgasse. Wir scheitern an einer unfertigen Brücke....die grosse Regenmenge der letzten Tage ist noch nicht von der "roten Erde" aufgenommen worden.... schaut selbst hier : Ok....wir fahren zurück auf die RN 1, fahren bis San Ignacio Guazu. Die RN 1 wird auch als die "Jesuitenroute" bezeichnet...längs dieser gibt es einige gut erhaltenen sogenannte "Jesuitenreduktionen". Siehe hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jesuitenreduktionen_der_Guaran%C3%AD Wir parken in San Ignacio Guazu bei Gustavo unseren Hilux. Gustavo hat hier einen wunderschönes "Country Club" Resort mit Cabanas, Pool, Sport, Grills etc aufgebaut....und das besondere.....er ist kein Europäer ! Er kommt aus Peru, liesst uns alle Wünsche von den Lippen ab, gibt uns und dem Hilux eine "Wiesenecke". "Ihr müsst unbedingt bis Karfreitag zur berühmten Prozession bleiben", und klärt uns über das grösste Osterhighlight in Paraguay auf. In Tanarandy, nur wenige Kilometer von hier, soll das Spektakel unter der Leitung von Koki Ruiz, einem bekannten Künstler, stattfinden. Heute ist zwar erst Mittwoch, aber wir bleiben. Die Stadt San Ignacio Guazu, der schöne Künstlermarkt, alles hat flair, guten "vibe" wie man so schön sagt, es gefällt uns gut hier. Wir fahren in das idyllische Nachbardorf Santa Maria, sitzen am wunderschönen, üppig grün bewachsenen Dorfplatz, Affen turnen über uns. Da spricht uns der Museumsleiter an: Er macht eine Führung durch sein durchaus bekanntes Museo Diocesano mit vielen handgeschnitzten Grossfiguren aus der Jesuitenzeit. Stolz erklärt er uns, das seine Tochter Englisch spricht, und uns eine "Privatführung" gibt. Wir sind wiedermal begeistert von der Freundlichkeit mit der wir hier empfangen werden. Zurück in San Ignacio ist  von Osterhektik, lautem Lärm, Partyexzessen, auch am Abend, keine Spur zu sehen, obwohl wir von der "europäischen Fraktion" hier eindringlich gewarnt wurden. Wir laufen zu Fuß am Freitag Mittag zu dem Kreuzwegspektakel nach Tanarandy. Und was für eins! Viele tausend Leute, mit Kerzen in der Hand, säumen den Weg und den kleinen See mit Brücke, um den das künstlerische Grossbühnenbild , sowie die drei Kreuze aufgebaut ist ! Zum Glück haben wir uns das ganze schon früh aus der Nähe angeschaut, jetzt in der Dunkelheit, nur von den Kerzen beleuchtet, machen uns die Menschenmassen, rund um das völlig ungesicherte und sumpfige Ufer des Sees, und das kollektive "Geschiebe" eher vorsichtig und lassen uns in die hinteren Reihen zurücktreten. Auf der Bühne zeigen sich "lebende" Bilder aus dem Kreuzweg Jesu....und über uns fliegen Kameradrohnen der lokalen Fernsehanstalten....! Es herrscht ausgelassene Stimmung, keine Trauer oder Schweigen, vielmehr Familienfeststimmung mit vielen Verkaufsständen längs des "Kreuzweges". Wir verabschieden uns am Ostersamstag von Gustavo, fahren die RN 6 weiter bis Trinidad. Dort besichtigen wir mit die bekannteste Jesuitenstätte, deren Mauern und auch Gebäude gut erhalten sind. Siehe hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/La_Sant%C3%ADsima_Trinidad_de_Paran%C3%A1 Die Jesuiten, zu der Zeit im Beginn des 17.Jahrhundert, boten den Indios, den Guaranis, eine ganze Zeit lang Schutz vor den nachrückende  Sklavenjägern....hier waren sie historisch gesehen, eher mal "die Guten". Dieses Unesco Weltkulturerbe wird nachts stimmungsvoll beleuchtet, was leider durch den einsetzenden Regen eher "kurz abgehakt" wurde. Wir übernachten direkt bei der Ruinen, besuchen Teil 2 der Anlage "Jesus de Tavarangü" am Ostersonntag, die Eintrittskarte gestern gilt auch hier. Gegen Mittag erreichen wir den Parque Manantial im Ort Hohenau, wo wir als Overlander freundlichst von Ruben und Carla Pretzel begrüsst werden....und in perfektem "Deutsch" erstmal zum schon gedeckten Mittagstisch eingeladen werden ! Die Pretzels mit europäischen Wurzeln.....eine klasse Erfolgsstory in Paraguay. Ihre topgepflegte, riesige Freizeitanlage enthält vom Tapir bis zum Wasserfall, von Grillstellen bis zum riesigen Pool....alles was man zum Wohlfühlen braucht ! Es ist Nachsaison, wir sind die einzigen Gäste....! "Fahrt einfach neben die Veranstaltungshalle da oben....die ist offen, nutzt sie, sie gehört euch !"....Ruben sprachs...und wir parken den Hilux längs neben dem wunderschönen Gebäude, breiten uns aus....und bleiben bei erstmal schönstem Wetter, machen Urlaub. Herrlich....Pool für uns....wir kochen draussen nach Herzenslust, sitzen lange abends auf "unserer" Veranda,  laufen nach Hohenau, das bekannt für seinen hohen Anteil "Deutschstämmiger" und entsprechender Architektur  ist.....leider ging der schöne Ort auch unrühmlich in die Geschichte als Fluchtort von Hitlerschergen a'la Josef Mengele ein ! Siehe hier :  http://www.paraguay-homepage.de/thema/hohenau-paraguay Am 20.04.2017 verlassen wir den parque Manantial, danke Carla und Ruben ! Wir haben uns absolut wohlgefühlt bei euch ! Es geht in Richtung Ciudad del Este, und damit auch Richtung Brasilien. Unser Ziel: Das grösste Wasserkraftwerk der Welt, das Itaipu Wasserkraftwerk, das von Paraguay und Brasilien gemeinsam betrieben wird, und auf der Paraguayseite kostenfrei besichtigt werden kann ! Mit knapp 100 (!) Terawatt Jahresausbeute.....ist es gar das "leistungsstärkste" Kraftwerk der Welt ! Nach einer Übernachtung am Rande von Ciudad del Este parken wir den Hilux auf dem bestens gesicherten und bewachten Besuchergelände des Itaipu....und nehmen an der kostenlosen Führung teil. Zuerst gibt es einen beeindruckenden Werbefilm...dann fahren wir zu den Turbinenöffnungen und der Staumauer....immer begleitet von einem Securityfahrzeug. Zu sehen gibt es ausser schön angelegten Parkanlagen.....nicht wirklich viel, aber immerhin ist der Grösseneindruck der Gesamtanlage wirkungsvoll und gewaltig ! Siehe hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Itaip%C3%BA Zum Flächenausgleich der durch den Stausee verlorenen Landschaften ,wurden riesige, staatliche Naturschutzgebiete und Reservate entlang des nach Norden verlaufenden Rio Parana angelegt. Etwa 20km nördlich des Kraftwerkes befindet sich das Bio Reservat Tati Yupi. Wunderschön im Dschungel angelegt, mit allen möglichen Facilities, Wanderwegen, Touren in den Dschungel (mit einem Traktor!)....und es steht allen frei, es ist kostenlos. Wir fahren zuerst wenige Kilometer zur Reservatsverwaltung zurück, wo wir freundlichst und unkompliziert ein "Campingpermit" bekommen. So wird der Besucherstrom reguliert, da die Permit Anzahl limitiert ist. Und wie war es dort ? Herrlich ! Wieder mal waren wir in der bestens gepflegten Anlage.....alleine ! "Ja, klar könnt ihr mit dem Hilux dort auf die Wiese fahren, braucht ihr Strom? Trinkwasser gibt es hier im Büro....braucht ihr noch was, sagt Bescheid !" Wieder mal Freundlichkeit a'la Paraguay ! Wir gehen am Stausee entlang, beobachten direkt bei uns eine Affenkolonie.....und freuen uns über die frechen Nasenbären, die immer näher kommen...! Toller Abschluss für ein kleines, freundliches Land ! Wir stürzen uns tagsdrauf ins Grenzstadtgewühl von Ciudad del Este. Hier Paraguay - freier, sehr freier Handel, Elektronik zu Spottpreisen, es gibt nichts was du nicht kaufen kannst...dort Brasilien....Importbeschränkungen, alles deutlich teurer, kein "Handelkleingewerbe".... und schon strömt es nur in eine Richtung....Paraguay ! Und so stecken wir am 22.04.2017 ca. 3km vor der Grenze im choatischen Gewühl aus Autos, Moppeds, Leuten, Strassenhändlern, Geldwechslern, Marktschreiern und allem, was halt zu einer "zünftigen" Grenze gehört, ...fest. Und ? Es macht uns nicht die Bohne aus ! Einfach nur geil, mal neben dem Auto herzulaufen, wieder lachen uns die Leute an, heben den Daumen hoch, wenn sie unser deutsches Kennzeichen sehen....! Paraguay : wir haben dich "wahrgenommen" !
18.05.2017
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Hörblog:  .....Lesen: Der Grenzübergang bei Los Andes bringt uns nochmals,wie der Name sagt, über den Andengürtel nach Argentinien. An der Grenze,wie eigentlich immer,schnelle und korrekte Abfertigung. Wir nehmen die RN 149 die schnurstracks parallel zu den weissgetupften Anden Richtung Norden verläuft. Da ist es wieder.....das was Argentinien ausmacht: unendliche Weite, kaum Besiedelung ! Wir erreichen den kleinen Nationalpark el Leoncito,  der sich als "Perle" entpuppt. Vom Ranger freundlichst begrüsst, alle Regeln, Wanderwege etc im Park erklärt, und ja, es gibt viele Pumas hier, klar können wir campen: alles kostenlos ! Geplättet schauen wir uns um: schöne Wiese mit Grills im Wald, nagelneuer Sanitärblock mit heissem (!) Wasser, Wifi beim Ranger, Blick auf die Anden....zwei Kollegen stehen auch schon da...klar, wir bleiben ! Da ich selbst eine Erkältung ausbrüte, kommt mir der Stopp grade recht. Wir geniessen das schöne Wetter, plaudern mit den Kollegen, Daggi macht ausgedehnte Wanderungen....alles gut ! Mit einer der besten Spots in Argentinien die wir angelaufen sind ! Wir bleiben drei Nächte, verabschieden uns, das Wetter ändert sich. Regen zieht auf, es wird spürbar kälter. Tja, klar, in Europa wird es Frühling.....und hier eben Herbst ! Eigentlich wollten wir den Nationalpark Ischigualasto erkunden, berühmt für seine Felsformationen und engen Schluchten.....aber nach einer total verregneten und kalten Nacht, entscheiden wir uns nicht das Wetter auszusitzen, sondern das schlechte Wetter mit "Fahren" zu umgehen ! Wir haben uns ja klar für die "Heimoption" im Juni entschieden. Unsere Köpfe sind so unendlich voll von Eindrücken, Erlebnissen, Leuten und Kollegen.....das wir uns manchmal wie "betäubt" vorkommen. Diese Termin rückt näher, und es liegen noch einige Highlights vor uns....und so begeben wir uns rasch auf die "Querung" , die uns grob gesagt von San Fernando de Valle Catamarca nach Resistencia bringt. Von Catamarca nach Frias schrauben wir uns auf winziger Strasse über eine grüne Hügelkette mit dramatischen Ausblicken Richtung Catamarca "ins Tal". Der geplante Weg ist wegen Erdrutsch nicht passierbar, und so fahren wir ca. 150km kleinste Erd - und Lehmpisten um kurz unterhalb von Frias wieder auf die Asphaltstrasse zu stossen. Auf dieser Piste ist uns das "Katzenglück" hold, wir sehen eine "Gato montana" eine wilde "Bergkatze" vor uns ins dichte Gestrüpp huschen. Der Hilux bewährt sich hier mal wieder als optimales Fahrzeug, er kommt einfach überall, auch hier im "roten Schlamm Gebiet", durch. Natürlich auch,  weil Daggi inzwischen eine "Symbiose" mit ihm eingegangen ist, und sie wirklich genau weiss, wie der Kollege in jeder Situation zu "behandeln" ist ! Jegliches Abenteuer endet zuerst mal hinter Frias. Es gibt wieder reichlich " grandioses Nichts" Der Weg in den Norden ab Ushuaia war ja geradezu spannend dagegen......! Wir schaffen es bis Quimili, quetschen uns an einer Tanke zwischen die Trucks. Notschlafplatz, dreckig und laut, aber sicher. Wir beobachten, wie an den ankommenden Trucks mit Doppelbereifung und mehren Achsen neue Reifen von den Felgen abgedrückt werden und alte, abgefahrene wieder montiert werden. Reifenschmuggel a'la Argentinien. Reifen sind etwa 4mal so teuer wie in Chile, und bei 12 Reifen ein lohnendes Geschäft ! Der nächste Tag bringt wieder Abwechslung. Wir besuchen das "Campo de Cielo", ein Gebiet, indem viele, meist eisenhaltige Meteoriten einschlugen. Die Brocken sind noch da, ebenso die Krater.....rund um ein schönes Infocentergebäude,gesäumt mit den unvermeidlichen Grillstellen für die Locals. Diese sind auch gut besetzt, es hat jede Menge "Getier" hier, Riesenheuschrecken, alles was sticht in der wieder schwülwarmen Luft. Wir besichtigen die Meteoriten, wirklich interressant... und klar, fährt jetzt auch was kleines " ausserirdisches" im Hilux mit ! Es zieht uns weiter. Und so schaffen wir es grade im letzten  Büchsenlicht bis zur argentinische Grenzstadt Resistencia, grosse Stadt, am südlichsten "Kartenzipfel" von Paraguay gelegen ! Wir campen auf dem "camping Municipal" ein Stadtpark....es ist "party time" .Überall dröhnt übersteuerte Musik aus mobilen Boxen.......die "Ohrenstöpsel", ein Standardausrüstungsgegenstand in "the americas"  kommen zum Einsatz. Wir bleiben zwei Nächte....die zweite, Montag, ist dann auch deutlich leiser. Last step Argentinia : Auf der RN 11 erreichen wir am Dienstag, 04.04.2017 Asuncion, Paraguay. Diese RN 11hält auf den letzten argentinischen Kilometer nochmals eine Überraschung bereit: Auf der Strasse, die an sich an einem Dschungelfeuchtgebiet entlang zieht, sehen wir innerhalb 50 Kilometer mehrere armdicke Python's.....leider tot, nicht über die Strasse geschafft! Resümee zu ziehen, fällt schwer, und will ich hier jetzt einfach lassen. Wer will, mache sich die Mühe und liest die schon veröffentlichten Blogartikel, am besten hintereinander,....das lässt doch ein ,durch unsre Brille gesehenes Gesamtbild, zu!   Routenbild 1: Gefahren: von Puerto Madry ----> Quer nach Chile---->bei la Rioja zurück bis Asuncion ! (Ergänzung zum letzten Routenbild !)   Routenbild 2: Argentinien und Chile TOTAL: vom 22.12.2016 bis 04.04.2017
So, unser Bedarf an Wifi, Duschen und Schwätzen ist mal wieder "gedeckt" und so begeben wir uns auf die Ruta 25, um Argentinien nochmals an "schmaler" Stelle zu queren. Die Strecke wird nach etwa 200 km Pampa wieder spannend, wir queren eine weite, meist menschenleere Landschaft, links und rechts türmen sich Sandsteinformationen auf, errinnert uns stark an Utah, USA ! Zum schönen Abschluss des Fahrtages, den wir etwa 30 Kilometer vor Paso de Indio beenden, gehört Windstille, Abendsonne und ein schöner Campspot auf einem verwaisten Camping Municipal an einem Fluss. Nachsaison ! Der Herbst hält bald Einzug, und somit ist die Campingsaison für die Argentinos so gut wie beendet. Die Laune der Hiluxbesatzung steigt wieder ! Noch besser wird diese, als wir am nächsten Tag den Lago Futalaufquen erreichen. Der Nationalpark Los Alerces gehört quasi uns, der See liegt traumhaft spiegelglatt in der noch grünen Landschaft eingebettet. Hier brummt der Tourismus zwischen Dezember und Februar. Und jetzt sind wir hier im Herz der "Seenlandschaft" für uns alleine. Sonne, Berggipfel gegenüber, es gibt Feuerholz, wir haben alles dabei...wir bleiben drei Nächte hier, geniessen die Umgebung, lassen die Seele baumeln.Wir durchfahren den Park auf einer schönen Piste, durchqueren den nächsten Park "Nahuel Huapi" mit dem berühmten Touristenort San Carlos de Bariloche als "Herz"siehe hier : https://de.m.wikipedia.org/wiki/BarilocheDie Stadt ist quasi ein riesige Ansammlung von Chalets, Ferienhäuser, Hotels, Appartementanlagen, oft mit schweizer oder deutschen Namen. Beste Bauqualität, topgepflegte Häuser zeugen von "potenter" Kundschaft. Wir fahren am Huapi See entlang....endlose Uferpromenade mit allem Schnick - Schnack. Schön anzusehen, aber nicht unbedingt unser Ding. Am Lago Morena gibt es ein Viertel namens "Colonia Suiza". Dort stellen wir den Hilux ab, es ist Markt, essen Bratwurst und Schwarzwälder...leider ist ausser den Holzhäusern im schweizer Stil nicht viel mehr von den damaligen  Einwanderen zu sehen. Die Umgebung ist leider superstaubig, die Wege sind nicht asphaltiert, und es ist immer noch jede Menge los. So machen wir uns am nächsten Tag wieder "vom Acker" (kann man diesmal wörtlich nehmen!),  es geht wieder auf die Ruta 40, und nach einer weiteren Nacht an einem der unzähligen Seen, stehen wir mal wieder am Schlagbaum! Es zieht uns wieder nach Chile, und so landen wir um die Mittagszeit zum zweiten Mal in Osorno ! Wir fühlen uns gleich Zuhause, bestes Wetter, ab zum Geldautomat, wir brauchen Dollars und Pesos für beide Länder. Im Gegensatz zu Argentinien ist diese Erledigung kein Tagesunterfangen, sonder Ruck-Zuck gebührenfrei erledigt....Daggi freut sich wie ein Schneekönig, der Wollladen, den sie vor ein paar Wochen auf der "Hinfahrt" besucht hat ,ist offen.....und wir sind eine pralle Tüte mit Wolle reicher ! Für was ? Tja, Daggi hat sich zu einer regelrechten Strickliesel entwickelt, und tolle Machwerke erzeugt ! Wer reist, brauch "leichte" Hobbies ! Eine Nussecke vom deutschen Bäcker auf dem schönen Stadtplatz macht den Mittag perfekt. Wir steuern den uns schon bekannten Camping Municipal an. Auf dem Weg dorthin lassen wir einen perfekten Ölwechsel am Hilux machen, den letzten auf diesem Kontinent ! Zum ersten Mal gibt es automatisch einen neuen Dichtring für die Ölablasschraube! Der Campspot hat eigentlich schon Off Season, und ist geschlossen....unser Jammern (es ist schon dunkel !) erweicht die Pächterin schlussendlich.  Pünktlich um 9.00 Uhr in der Frühe stehen wir vor dem  Walmart, der hier Lider heisst, und füllen unsere Vorräte "bezahlbar" wieder auf ! Und ab geht es auf die Ruta 5, der Chile Autobahn...nur diesmal - gen Norden. Wir stoppen in Villarrica, ein schönes Städchen am gleichnamigen See und Vulkan gelegen. Sonne pur. See und Vulkan...top Motiv !! (siehe Bilder). Wir besuchten die Stadt schon einmal....vor knapp 2 Monaten. Regelrechte "Menschenmassen" liesen uns damals schnell wieder weiterziehen....jetzt Stille und ganz gemütliches "Dorfleben".Auch unseren nächsten Stop ist ein "Dejavu" : Das schöne Camp von Elli und Werner bei Temuco. Diesmal nicht ohne "Hintersinn". Der Abgaskrümmer des Hilux ist schon seit geraumer Zeit undicht, wir wollen ihn bei Werner, der über eine bestens bestückte Werkstatt verfügt, schweissen. Den Ausbau erledige ich, Daggi macht "Wäsche"...und Werners deutsche "Urlaubsvertretung" erweisst sich als Schutzgasschweissexperte. In wenigen Minute hat er das professionell erledigt - danke hierfür ! Einbau....und Hilux ist wieder "flüsterleise".Zu einem Treffen der besonderen Art kommt es in den nächsten zwei Tagen. Wir fahren nach Cohueco, in der Nähe von Chillan, besuchen Marc und Claudia, mit denen wir unter anderem die Dakarrally gemeinsam erlebten. Sie hüten einen grossen "Campo" , Bauernhof. Das Hallo ist gross, und gemeinsam haben wir zwei schöne Tage, besuchen ein "1te Liga" Rodeo, in Chile echter Profisport. Danke Marc und Claudia für die schöne gemeinsam Zeit !Und weiter geht es auf der Ruta 5. Nach einem langen Fahrtag landen wir in Los Andes, klopfen am nächsten Tag wiederum am "Schlagbaum" an...und etwas oberhalb von Mendoza betreten wir wieder argentinischen Boden !Für uns war die Entscheidung , Argentinien zu queren, goldrichtig ! Die Nationalparks in der Nachsaison bei Spitzenwetter.....hat uns richtig Spass gemacht ! Und jetzt was steht an:dreimal dürft ihr raten: Klar, Argentinien "Querung".....aber diesmal an der "dicken Stelle"...!.....sind ja nur ein paar tausend Kilometer !
26.04.2017
world-explorer.de
2 Kommentare
                Hier mal wieder die gefahrene Strecke (in blau eingezeichnet: unser Track !)                                          Von San Pedro de Atacama bis Halbinsel Valdes !
25.04.2017
world-explorer.de
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Tank voll ? Pesos noch vorhanden ? Reichweite gecheckt ? Papiere in Griffnähe ? Trinkwasser und Essen ?So etwa hört sich unsere Checkliste für "Overlanding Argentina Ruta 3" an.Siehe hier : https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ruta_Nacional_3Eine Strasse, über 3000km lang ! Könnt ihr euch das vorstellen ? Genau diese verbindet mit eben der berühmten Unterbrechung in Chile, Ushuaia mit Buenos Aires. Der einzige Landweg Richtung Norden, um Ushuaia hinter sich zu lassen. Im ersten Rutsch fahren wir bis Rio Grande. Dagmar hat alle Hände voll zu tun.Immer wenn ein fetter Truck entgegenkommt, schüttelt es den Hilux durch den Windsog der entsteht, gewaltig aus der Spur. Ausserdem muss der permante "Blow" von der Seite sofort wieder durch Lenkbewegungen egalisiert werden. Obwohl die Strecke schnurstracks geradeaus geht, schwierige Bedingungen. Auch für Übernachtungsplätze. Für diese Bedingungen ist die Konstruktion der Kabine des Hilux nicht gebaut....hohes Klappdach mit Zeltstoff....der konstant mit 50 - 80 km/h blasende Wind lässt ohne Windschutz kein Schlafen in "Stock 2" zu. Wir "pissen" uns durch...wie man so schön sagt. In Rio Grande fahren wir zu einem Hostel mit grossem, ummauerten Parkplatz. "Können wir hier im Auto übernachten ?" "Si, no problema" ...wir nutzen wieder die Küche, Dusche etc, zahlen etwa 10.- euro. Gerettet ! In dieser Ecke, in der "hässlichen Grosstadt" eine optimale Lösung! Am nächsten Morgen nach der Checkliste (siehe oben) ....Grenz "run" wieder nach Chile....üble Piste..wollen wir schnell den Chilezipfel überbrücken, um wieder auf die asphaltierte Ruta 3 in Argentinien zu kommen. Wir schaffen es bis in den kleinen Nationalpark Pali Aike. Der Ranger ist supernett, im Park Vulkankrater und Reste von Ur-Indios. Und das Beste : Campspots mit Windshelter !  Wir unternehmen zwei Wanderungen, ziehen weiter.Wir sind irgendwie rastlos. Das Wetter wird kühl und regnerisch. Der ständige Wind trägt nicht zur Laune bei....also machen wir Kilometer. Teurer Spass. War der Diesel in Feuerland noch Subventioniert, steigen die Preise je weiter wir in den Norden an der Atlantikküste entlangfahren kontinuierlich an. Hier nehmen viele Tanken nur "effectivo" Bargeld. Und dies zu beschaffen grenzt an das Unmögliche.....Geldautomaten, so wenn es welche gibt, sie betriebsberereit sind, deine Visa oder Mastercard akzeptieren, spucken auf dem südpatagonischen Landstrich selbst in grossen Städten wie Rio Gallegos, das wir extra deswegen anfahren, nur 1000 Pesos aus. 1000 Pesos ! Das sind ganze 65.- euro. Und obendrauf jedesmal 100 pesos, also 10% Strafgebühr. Lebensmittel: sauteuer. Geldbeschaffung : fast unmöglich ! Diesel : inzwischen 1.10 Euro, der teuerste Preis bis dito in Südamerika. Dazu eine Landschaft die mal wieder aus grandiosem Nichts besteht. Vor jedem grösserem Dorf eine Polizeisperre....und meist beim Hinausfahren noch eine. "Wohin und woher" ? Inzwischen sagt Daggi einfach  "Buenos Aires", obwohl noch etliche Kilometer entfernt.....! Dieser Mix in Verbindung mit dem schlechten Wetter schlägt uns langsam aufs Gemüt und beginnt uns regelrecht zu zermürben.  Wir motivieren uns  mit möglichen Highlights. Pinguine ! Mengen von Magellanpinguinen soll es in Monte Leon geben. Und: Es ist so ! Wir laufen mitten durch die Nester, sehen die Tiere , Alt und Jung aus nächster Nähe.Hunderte !! Aber auch Tote und verwesende....die Condore freuen sich. Interessant : Es gibt hier doch einige Puma's .....und für die sind die Pinguine so etwas wie das Schlaraffenland. Tatsächlich sehen wir etwas abseits der Wege frische Pumaspuren ! Leider dürften wir nicht im Park übernachten, die nächste Stadt ist Piedrabuena, für ein Stück Wiese und ein schmutziges Klo forderte man 500 (!) Pesos von uns, 30.- euro für nichts. Wir schauen ungläubig. Wissen nicht ob wir lachen oder Heulen sollen. Wir lehnen dankend ab, das Rasenstück hinter dem Haus bleibt leer.  Da ist sie wieder....die schlechte Stimmung... Wir fahren ein Stück den Fluss entlang, campen wild, fühlen uns dort eigentlich sicher und gut aufgehoben !Immer wenn wir auf die Landkarte schauen, wird uns bewusst, wie riesig das Land ist. Dagmar fährt jeden Tag quasi einen Tank leer, und die Landschaft, das Wetter, nichts ändert sich. Unglaublich ! Die unendliche Weite des Landes belohnt uns öfters mit wildesten Wolken und Himmelformation, die atemberaubend sind. Schaut auch die Bilder an, die Daggi ausgewählt hat !Die nächsten Tage würden wir als "Fahren mit Kurzunterbrechungen" bezeichnen!Auf unserem Weg zum "Unesco Weltkulturerbe Halbinsel Valdes" finden sich derer mehrere ,die "erwähnenswert" sind:In Puerto San Juan schafft es der erste Hund wie selbstverständlich in die Kabine zu klettern, legt sich vor die Heizung und föhnt sich die Locken....Daggi wird fast schwach !Wir machen einen "sidetrip" von etwa 50km one-way (schlechte Piste, wie gewohnt) zum "Bosque petrificados Jaramillo" Nationalpark. Es gibt wirklich riesige, versteinerte Baumstämme zu sehen. War nett, Schnelldurchlauf, voller Regen, Wind 60 km/h, kalt !In Caleta Olivia besuchen wir eine Seelöwenkolonie in Stadtnähe. Ein eigentlich überhaupt nicht an den Seelöwen interessierter Strandhund, lässt die ganze Kolonie "tanzen".                                                           Hund mischt Seelöwen auf !! Wir entwickeln eine Meisterschaft im Schlafplatzsuchen mit Windschutz. Mal findet Daggi am Strand hinter Dünen ein "Windloch" mal hilft uns "Ioverlander" weiter !Die letzten 250km vor Valdes biegen wir auf die RP 1 ab. Schöne Schotterpiste, die teilweise direkt am Meer entlang führt ! Schon erwähnt, das es sehr windig ist?Und etwa 130  km vor Puerto Madryn, der Zufahrt zu Valdes, treffen wir an einem einsamen Strand wieder....auf den grünen Laster von Torben und Michi  (www.hippie-trail.de) Wir verabreden uns die nächste Tage auf dem Municipalcamping dort.Eines der eigentlich guten Einrichtung in Argentinien sind die "camping municipal", Campingplätze, die von den Städten oder Dörfern selbst betrieben werden. Meist eher einfach ausgestatten, aber bezahlbar, stellen diese immer eine brauchbare "Nachtoption" dar.Wir kommen in Puerto Madryn an, haben zuvor eingekauft und Sprit gefasst, klar, auch einen Geldautomat gesucht und gefunden, fahren auf den riesigen Campingplatz am Ende der Stadt. Die Malecon, die Strandpromenade, macht einen netten gepflegten Eindruck. In der Hochsaison legen hier auch Kreuzfahrtschiffe an!Der Campspot wird vom ACA, dem argentinischen Automobilklub betrieben...und als ADAC Mitglieder zahlen wir die Hälfte. Geht doch ! Der Platz ist voll o.k, hat bestimmt 200 Parzellen, vielleicht 10 sind belegt ...!Kollege Torben kommt mit dem 911er Rundhauber am nächsten Tag an. Wir breiten uns aus, reparieren Kleinigkeiten, warten unsere Autos. Es wird gewaschen, gegrillt, erzählt und gelacht!Wir werden Valdes gemeinsam erkunden. Und zwei relaxte Camptage später ziehen wir los, gespannt wie uns die Argentinier das vielgepriesen "Unesco Weltkulturerbe Naturschutzgebiet" präsentieren werden !Siehe hier:  https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vald%C3%A9s_(Halbinsel)Beim Visitorcenter berappen wir unseren "Nichtargentinischen Eintritt". Es ist absolute Nachsaison, und sind gespannt, ob wir noch Wale sehen werden.  Wir fragen im Visitorcenter nach und "si,si Orca's und sonst alles könnt ihr mit der Flut sehen". Wir werden nochmals ermahnt, nur auf dem einzigen offiziellen Campground in Puerto Piramides zu übernachten ! Es sei schliesslich Nationalpark mit Weltruf !Wir fahren noch bis Punta Cero, einem Orca Spot. Wir bemerken, das dort die Rangerstation mit Restaurant.....schon geschlossen ist, die Stühle gestapelt, alles auf "off Season" verpackt. Klar, sehen wir....nichts. Wir beschliesen, nach Piramides zu fahren, dort zu campen, und am nächsten Morgen sehr früh erneut hier zu erscheinen (ca 70km), um mit Einsetzen der Flut, der "Orcajagdzeit" parat zu stehen.Auf der Fahrt durch das "Unesco Weltkulturerbe" fallen uns merkwürdige Dinge auf: Es gibt eingezäunte Rinderweiden, Fabrikgebäude, Farmen...alles sieht eigentlich wie überall aus, so kennen wir das von anderen Nationalparks nicht ! Die "Krönung" ist dann der lt. Ranger zu nutzende "Pflichtcampspot" in Piramides: dreckiger, sandiger Platz, verdreckte Sanitäreinrichtung.....für ca. 20.- euro....absolut grenzwertig. Wir bleiben hier, da wir den Sandwall, der den Platz vom Meer trennt , als Windschutz brauchen.Pünktlich um 7.30 Uhr morgens fahren wir los ! Mit der Flut kommen wir  an....Fernrohr raus und warten..leider keine Wale, keine Orca's. Wir fahren zum "Punta Norte" , dem Spot 2 auf Valdes. Das Wetter ist Top, auf dem Parkplatz bieten uns Gürteltiere eine unterhaltsame Show auf der Jagd nach den letzten Brotkrümmel unseres "Vespers". Wir beobachten, gehen spazieren, sehen Seelöwen am Strand. "Kollege" Orca lässt sich leider nicht blicken.Am späteren Mittag fahren wir zurück mit Querabstecher zum Golfo San Jose.Dort, mitten im Nationalpark, ist dann tatsächlich was "los". Nicht Natur sondern - der Hauptcampspot der Locals ! Der Strand voll mit Bussen aller Art, Quads, Boote, Schrottautos, Hütten....und nicht erst jetzt grade aufgebaut....der Zustand lässt klar auf jahrelangen, stationären "Missbrauch"  schliessen. Ein Hohn, uns zu "ermahnen", doch bitte nur in Puerto Piramides zu campen ! Etwas frustriert verabschieden wir uns wieder mal von Torben und Michi. Sie wollen "hoch" Richtung Buenos Aires. Wir fahren zurück nach Puerto Madryn, nochmals ins ACA Camping. Dort treffen wir auf Birger und Christiane mit ihrem Wohnmobil. (www.slow-motions.de) Nach regem und sympathischen Austausch, beschliessen wir Argentinien auf der Ruta 25 nach Esquel zu queren, um die "Seenlandschaft" auf der argentischen Seite Richtung Norden zu "erfahren". Und hoffen damit auch dem Wind, dem Regen und der doch kalten Witterung zu entkommen !Die Strecke Ushuai nach Puerto Madryn, etwa 1800km, sind wir echt im Dauerlauf "geheizt"....zwar nichts "wesentliches" ausgelassen, aber auch nirgendwo länger "verweilt".Dieser Landstrich war nicht "unsrer". Unterm Strich doch eher eintönige, sehr windige "Pampa", sehr dünn besiedelt. Wir kommen auch etwas an die Grenzen unseres Fahrzeuges bezüglich des Windes. Anstrengende Tage, gepaart mit argentinischen Strukturproblemen. Aber:das ist halt Teil des "Overlanding". Natur ist nicht planbar und deswegen dürfen wir nicht murren....!
19.04.2017
world-explorer.de
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Wir verlassen den Torres del Paine Park, wollen so lange es geht auf der chilenischen Seite südlich fahren ! Erster Stop ist Puerto Natales, eine Stadt mit Flair. Die Stadt zieht sich über eine Anhöhe, von oben sehen wir das Meer. Es gibt eine schöne Strandpromenade, alles sieht gepflegt und neu aus. Moderne Hotels neben bunten Holzhäusern....gelungen integriert !Und: die Stadt gehört schon zu der Provinz Antarctica.....Wir fahren auf die Anhöhe, es gibt dort einen neuen Campspot, eigentlich für "Zelter" Unser Hilux sorgt für Aufsehen, wie so oft können sich die locals mit ihm "identifizieren"  und finden ihn einfach "lindo". Klar finden wir einen Platz, und hey, der Platz wird von jungen Mädels geleitet, die mit einfachen Mitteln z.b Europaletten als Windschutz hier echt was auf die Beine gestellt haben ! Wir bummeln noch durch die Stadt,Kochen und Essen in der Community Küche, wir heben den Alterschnitt gewaltig. Machte aber Spass und es gab sogar heisse Duschen !Der nächste Tag bringt wieder Regen....sonst hätten wir hier noch etwas verweilt. Aber die Wetteruhr tickt, und es sind doch noch ca. 700km bis Ushuaia....dem "Gipfel" der Südhalbkugel.....!Es geht jetzt Schlag auf Schlag der "Rekorde" ....in die südlichste Großstadt der Welt fahren wir am 23.02.2017 hinein, Punta Arenas an der Magellanstrasse !Siehe hier https://de.m.wikipedia.org/wiki/Punta_ArenasDort gibt es die südlichste Zollfreizone der Welt (auch ein Rekord!).....und Zeit dem dritten Mann zwei neue Reifen zu spendieren. Die Goodyears sind jetzt nach 50.000km auf der Hinterachse  "Platt"...die tausende Kilometer Schotterpiste verschleissen die Gummis schnell...und hier bekommen wir sofort und preisgünstig Ersatz. Klasse, das der Hilux eine überall verfügbare Reifengrösse hat, wir kennen Overlanderkollegen die Wochen auf passende Reifen für ihr Gefährt warten mussten. Klasse auch, das wir noch am gleichen Nachmittag die Reifen montiert bekamen.Wir wollen am nächsten Tag nach Povenir, das heisst wieder mal auf ein Schiff ! Am Fähranleger treffen wir auf uns bekannte Schweizer Overlander mit ihrem VW T6. Nach einem Plausch entscheiden wir uns gleich hier auf dem Parkplatz zu übernachten, die Fähre geht "früh" um 9.00 Uhr ! Und dieser Morgen ist wieder mal wie gemalt ! Strahlender Sonnenschein, spiegelglattes Meer ! Eine tolle Überfahrt, wir sehen Wale und ihren Fontänen, und eine Gruppe von chilenischen Delfinen vollführt "Kunststücken" längsseits der Fähre !                                               Spielende Delfine Punta Arenas - Povenir Wir legen in Povenir an....und befahren jetzt "tierra del fuego", Feuerland ! Bestes Wetter, karge, rauhe Landschaft....die ihr euch einfach in den Bildern anschaut. Es gibt in der Nähe eine Kolonie von Königspinguinen. Die einzige ausserhalb der Antarktis ! Klar fahren wir hin....und ja, es sind ca 25 von ihrer Art da....auf einem Privatgelände hinter einem Bretterzaun, und für ein saftiges "Voyeursgeld" durften wir die regungslosen Gestalten anschauen.....ab und zu bewegte sich einer.....Plastikskulpturen waren es also wohl nicht ! Also gut, habe  wir auch mal Königspinguine gesehen. Overlandkollegen.....würde das Eintrittsgeld heute lieber für sinnloses Weintrinken ausgeben.....! Wir durchqueren die Insel Richtung Rio Grande....und richtig....wieder müssen wir Wurst und Käse verstecken....und zum X - ten mal , Auto, Mann und Frau nach Argentinien importieren.  Die letzten 30 Kilometer bus zum Argentinischen Gre zposten sind superschlechte Piste, wir sehen mehrfach umgekippte LKW.  Was ein Hohn: die Argentinier müssen um ihre südlichste Provinz zu erreichen....immer hier durch Chile. Und die haben natürlich null Bock hier eine ordentliche Strasse zu bauen ! So geht es diesmal umgekehrt : Nach der Grenze empfängt uns guter Asphalt und bringt uns schnell kurz vor Rio Grande zu einem Treffen ganz besondere Art : Dort wartet Torben und Michi mit ihren zwei Kids und dem grünen Rundhauber auf uns !! siehe auch hier www.hippie-trail.deDie Freude ist gross, es gibt viel zu erzählen. Das letzte mal sahen wir uns in Ecuador. Nach einer sehr unruhigen und stürmischen Nacht am Strand trennen sich wieder unsere Wege : sie Nord - wir Süd ! Nicht für lange.....wie sich später heraustellen sollte ! Irgendwie ist uns jetzt schon etwas "komisch" zu Mute. Da steht ein Schild : Ushuaia 148km.Stille im Hilux. Nee heute noch nicht. In den letzten Tagen wurde uns schon bewusst, das das Erreichen von Ushuaia doch einen Wendepunkt unserer Reise darstellt, und die Stimmung so zwischen neee noch nicht jetzt und jaaa bald geschafft etwas melancholisch hin und her schwingt.Also "Rettungsanker Tolhuin" . Der kleine unbedeutende Ort, hat es durch seine Bäckerei La Union zu Kultstatus geschafft. Jeder Overlander macht hier Stopp und geniesst Kaffee mit Stückchen oder "Schnitzelweck" .Siehe hier : http://www.panaderialaunion.com.ar/Es kam wie es kommen musste : wir sitzen, essen, trinken, gucken...und dann: Ach heute bleiben wir hier ! Am grossen Lago Fagnano, etwas ausserhalb von Tolhuin gibt es einen "Künstlercamp". Wir fahren hin, sind begeistert, was hier aus Schrott so alles zu Spiel und Nutzzeug gemacht wurde. Ein Windspiel aus alten Wasserleitungen fanden wir besonders toll !Tja, und dann gab es ja noch heute eine fast totale Sonnenfinsterniss! Mit einem Schweisserhelm bewaffnet begeistern wir die Locals, die davon weder wussten, noch so etwas jemals gesehen hatten ! Der nächste Morgen....fast schweigsam fahren wir die letzten 100km. Nach 644 Tagen und 73000KM, 16 Ländern, zwei Kontinenten erreichen wir Ushuaia. Wir halten am Stadteingang. Tränen. So viele Erlebnisse und Bilder. Schwer in Worte zu fassen dieser Moment : "Gipfelsturm" so ähnlich muss es sein, wenn der Bergsteiger nach monatelanger Vorbereitung und Entbehrungen "Oben" steht !Wir umarmen uns, im Kopf geht ein kleiner Film ab.....wir haben es geschafft ! Ein Moment voller Emotion ! Ihr müsst es selbst erleben, wir sind fast zwei Jahre lang nur "gen Süden" gefahren ! Und hier stehen wir am Wendepunkt ! Mehr beschreiben wollen wir diesen Moment nicht---er gehört ganz allein uns ! Uns ? Klar, auch unserem Hilux. Der bekommt auch eine Umarmung ! Was der Kerl geackert hat....ohne Klage und Defekte....unglaublich ! Nachdem wir wieder "emotionalen Boden" unter den Füssen haben, passieren wir die in ganz Argentinien an jedem Ort stehende, sinnlose Polizeikontrolle, fahren auf den Hauptplatz der Stadt. Wir gönnen uns ein Luxus asado (Grillplatte) an der Promenade, laufen diese auf und ab.Die Touristeninfo verneint das Vorhandensein von Campspots ("not safe, but there are a lot of hotels") Hmmm komische Info, selbst auf der Strassenkarte ist ein Camping municipal eingezeichnet. Unser Orakel Ioverlander weiss es natürlich besser, und so landen wir bei Rio Pipo, einem netten Camp mit grosser Küche und Holzofen und richten uns für die nächsten Tage ein !Tja und was kann es cooleres geben als einen Rosenmontagsumzug in der südlichsten Stadt der Welt ? Klar, den besuchen wir, ist trotz 10 Grad "brasilianisch" angehaucht, und einfach lustig ! Wir gehen in der Stadt spazieren, fahren auf diverse Viewpoints, das Wetter ist ok, und wir lassen uns einfach etwas treiben.Schliesslich fahren wir nochmal in die Wildniss, entlang des Beagle Kanals bis wir keine Lust mehr haben, es ist hier menschenleer und die herbstliche Mischung aus verfaultem, feuchten Wald und moosigen, sumpfigen Bodens ist nicht so prickelig. Wir stoppen, machen ein Feuer, ja mit viel "Dieseleinsatz", schmieden Pläne.Kurs Nord soll es gehen....war ja leicht zu erraten. Am nächsten Morgen fahren wir zurück, lassen nochmals unsere Gasflasche füllen, sehen drei Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Ushuaia.Wir fahren nochmals auf den Hauptplatz am Hafen, und denken darüber nach, was hier los ist, wenn diese Pötte ein paar tausend Touristen an die Mole spucken.....und so machen wir uns "vom Acker", zufrieden, aufgewühlt und doch euphorisch gelöst ! Wisst ihr noch beim Abschiedsfest...." ob wir das schaffen....wissen wir nicht ...." yeah, we did it !!!Tschau Ushuaia, wahrscheinlich werden wir dich nie mehr im Leben besuchen. Das besondere ist der Weg dorthin, nicht du selbst !
Nach der Einreise, die in Argentinien etwas länger dauerte, da das TIP, da Fahrzeugpapier für den dritten Mann, unseren Hilux, von "Hand" ausgestellt wurde, musste Daggi nochmals ca 100km Piste fahren, um zum ersten "Dorf" mit etwa 15 Einwohnern , an der legendären Ruta 40 gelegen, zu gelangen. Das Video von "Daggi bei der Arbeit" ist genau auf dieser Strecke aufgenommen !                                           Dagmar bei der Arbeit !!  Tja, es wird dunkel, das Dorf ist "Superschräg" ausser uns hat es noch einen schweizer VW Bus, ein Moppedfahrer sowie ein Backpackerpaar an diesem "lost place" ausgespuckt. Was tun? Vor uns 100te von Kilometer "grandioses, eingezäuntes Nichts" , hier Müll, ein "Psycho Hotel" ....hmmm. Getopped wird die Szene in der Dämmerung noch, als auf einmal ein Mann in grüner Chirurgenbekleidung auftaucht....fehlt nur der Mundschutz und die Blutspritzer um uns endgültig die Übernachtungsabsicht "auszutreiben". Das Gegenteil von "Horror" passiert. Der "Grüne Kollege" ist der Arzt vom Gesundheitsposten hier, und er zeigt uns ein kleines Grundstück, auf dem die "Schicksalsgemeinschaft" sicher übernachten kann. So geht es doch einigermassen ausgeruht Morgens auf die endlose Ruta 40, wir sehen unser erstes Gürteltier, retten zwei Hunde (vielleicht ?!), die im Nichts bei einer Pinkelpause erschöpft hinter uns her rennen, im Schatten des Hilux eine Pause mit Katzenfutter und Wasser machen.                                           Ruta 40, Argentinien...auch das ist Patagonien ! Ja, es ist wieder deutlich wärmer und trockener, auf dieser Seite des Andengürtels. Die Wolken regnen meist drüben in Chile ab, hier bläst dann der jetzt starke Dauerwind das letzte bisschen Nass schnell trocken. Die Landschaft triste Pampa, nix mehr saftig grün ! Wir machen Meter, kommen bis "Tres Lagos", finden einen netten, bezahlbaren Campspot, duschen, Wifi, alles bestens ! Apropo bezahlbar. Nicht das wir geizig oder arm wären. Aber der Cut von Chile nach Argentinien ist hart ! In Argentinien sind die Lebensmittel mindestens 50% teurer, bei weniger Auswahl, schlechterer Qualität. Diesel ebenso etwa 50% teurer......Und je weiter wir nach Süden kommen......dazu später mehr ! Unser erstes Patagonien Highlight von den "big three" steht an: Das Fitz Roy Bergmassiv! Siehe hier : https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fitz_Roy Am dessen Fusse liegt El Chalten, ein, na ja, "snoby village", in das wir jetzt "einfahren".Hostel und Hotel reiht sich aneinander, alle wollen eine der schönsten Bergspitzen der Welt sehen, erwandern, besteigen ! Wir kommen an....im Dauerregen.....und der Ranger in der Infostation macht uns auch wenig Hoffnung auf Änderung am nächsten Tag ! "Seit froh das es regnet" meint er trocken, "dann haben wir kein Wind" ... Schwacher Trost, wo Daggi sich so auf dieses Panorama gefreut hat. Egal, wir checken die Lage, es gibt ein "Fahrzeugfähigen" Campspot im Dorf. (Alle anderen sind "Vorgarten oder Hinterhofcamps.....nur für die Backpackergilde)....400 Pesos für einen Wiesenparkplatz, das sind ca. 28.- euro ....wer mich kennt, kennt die Antwort : No, gracias ! Der Gemeinschaftsraum....ca. 25qm....voller verschwitzter Backpacker und nasser Wandersocken..... mich hat es "umgehauen"...! Übernachtungsplätze checke meist ich ab....das Recht des Fahrers ist erstmal sitzenzubleiben..er (sie) ist halt "Driver" ! Wir befragen das "Übernachtungsorakel" Ioverlander, und fahren auf den Parkplatz am Beginn des Fitz-Roy Viewpoint Trails, am Ende des Dorfes. Und da "parken" Sie, die Landcruiser, VW Busse, Landrover....und jetzt auch ein Hilux. Die meist europäische Overlandergilde steht, parkt, camped hier. Kostenlos und geduldet, aber halt auch ohne irgendwelche Facilities. Wir parken ein, Dach hoch, Regenschutz rundherum befestigt, und richten uns auf "Aussitzen"ein ! Wir kochen, schwätzen mit Kollegen, schauen Film ("Spiel mir das Lied vom Tod", extended Version) ...und verbringen so die nächsten 1.5 Tage. Apropos "Overlander"......hier gibt es mal eine passende Definition dieses "Typus" Reisenden: http://www.overlandjournal.com/overlanding/what_is_overlanding/ Ganz so  "relaxed" wie sich das anhört ist das Ganze natürlich nicht...Probiert es doch mal aus: Packt euren Partner , zwei Stühle, einen Gaskocher und jeder Menge Klimbim und geht auf das  Gästeklo.....sooooo und da bleibt ihr jetzt zwei Tage drin! Immer noch verheiratet/zusammen hinter her ???? Na....dann dehnt das mal auf eine Woche aus....! Gut, das meist nur einer den  Koller kriegt, der Partner baut ihn dann wieder auf ! Der Lohn: Am Tag zwei schaut die Sonne heraus, wir wandern los, stehen dem Fitz-Roy Massiv gegenüber, haben für zwei Stunden tolle Sicht ! Daggi ist verzückt, kriegt nicht genug ! Und ehe man sich versieht, pfeifen Windböen mit 80km/h durch das Tal....und wir senken das Dach ab, bevor schlimmeres passiert....sagen Adieu Fitz-Roy....Akt 1 der "big three Patagonia's" ....abgehakt ! Es geht nach Calafate, wieder über die Ruta 40.  Unser Ziel : der Perito Moreno Gletscher, Nummer zwei, der "big three Paragonias" siehe hier : https://de.m.wikipedia.org/wiki/Perito-Moreno-Gletscher Dort in Calafate findet gerade ein riesiges Fest mit nationalen Popgrössen statt, die Stadt ist übervoll, jeder Zentimeter belegt. Wir entscheiden uns, direkt zum Camp Lago Roca in der Nähe des Gletchers durchzufahren, das heisst nochmal ca 60km Piste. Wir erreichen das Camp im letzte Büchsenlicht, es ist luxoriös, aber warme Duschen nach Fitz Roy.......heben die Stimmung in der Kabine ! Die Wege sind weit in Argentinien. Von diesem Camp sind es ca 35 km ....wiederum Piste, also nix asphaltierte Strasse, bis zum Eingang des Nationalparks "Perito Moreno Gletscher" Wir als "benachteiligte" Nichtargentinier blechen etwa 20.-  Euro Eintritt...pro Person. Allerdings war diese Kohle wirklich gut angelegt. Ein absoluter Wow-Effekt, dieser gewaltigen Natur direkt gegenüberzustehen. Wir spazieren auf den schön angelegten Plattformwegen in allen erdenklichen Winkeln um die Gletscherzunge herum. Das Knistern, brechen, platschen der "kalbenden" Zunge ist absolut faszinierend. Dazu das Farbspiel von Kristallweiss bis Blau- Grün. Top Erlebniss, gut organisiert, Shuttlebusse bringen uns wieder zum Parkplatz. Dort gehen wir an den Gletschersee....und wir schnappen uns ein kristallklares Stück Gletschereis ! Ab in die Kühlbox. Zurück beim Camp genießen wir besten  Rum mit Gletschereis, das absolut durchsichtig ist, im Gegensatz zu Eiswürfeln ! Unvergessliche Kleinigkeit ! Der nächste Morgen bringt mehr Sonnenschein....und wir fahren nochmal in den Park an den Gletscher ! Sind wir Krösus ? Nein ! Wer auf dem "offiziellen Campground" camped, bekommt ein Stempel, und darf nochmal am Folgetag kostenfrei hinein ! Trotz Wiederholung war alles ganz anders...das Licht, die Geräusche...alles ! Resumee: Müsst ihr machen ! Absolut lohnenswert ! Gut organisiert ! Wir bleiben bis zum Schluss, fahren zurück, klar, wählen dann ein "free camp", und bereuen nicht, zweimal ....eben NICHT das Gleiche gesehen zu haben ! Ok...zwei der "big three Patagonia's" wären dann zu unserer Zufriedenheit "abgearbeitet".....was bleibt als Nummer 3 ??? Richtig, Chiles Nationalparkaushängeschild : Torres del Paine ! siehe hier:  https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Torres_del_Paine Also erneuter Grenzübergang bei Cerro Castillo, bis dahin Ruta 40, wir fahren eine Abkürzung......50km schlechte Piste.....also alles "normal" hier im Chile -Argentinien Bermudadreieck. Hatten wir schon erwähnt, das sich die Länder nicht mögen ??? Nimmt der eine dir Lebensmittel ab...fängt die andre Seite auch damit an. Einen wirklichen  Grund gibt es nicht, das der chilenische Zöllner, diesmal nicht nur mir unserer "Alibizwiebel" zufrieden, eine originalverpackte, verschweisste Packung Salami abnimmt. "Das sind Viren drin"....."  und "außerdem ist es in Argentinien hergestellt. Das kann nicht gut sein !" ...sprachs, und ab in die "Biohazard" Tonne....! Somit war mein Einwand, von Bolivien kommend, hätten uns die chilenischen Grenzer alles im Kühlschrank gelassen, vom Tisch. "Das war Bolivien..." Klar, können wir prima verstehen, die Logik ! Nebenbei :die Chilenen sind ein echt technisch versiertes Völkchen. Noch nie haben wir ein so "metergenaues" UMTS Datennetz gesehen....In Argentinien quasi nicht vorhanden, pingt nach dem Wechsel der Simkarte auf das chilenische "Entel" Netz, genau hinter dem Schlagbaum zu meiner Freude die "3G" Anzeige auf dem Phone auf, und "Hallo Welt" ist wieder in unserer Hand ! Unglaublich ! Nachvollziehbar fast Zentimetergenau ! Respekt ! Wir beeilen uns. Es regnet gerade nicht, die Sonne kommt heraus.Wir bezahlen unseren "Nicht Chilenischen Eintrittspreis" fahren in den Park, der gespickt mit Seen und eben den weltberühmten "Türme" Bergen in Spätnachmittagssonne getaucht, lockt ! Die Pisten (klar, es gibt keine asphaltierten Strassen im ganzen Park) sind durch die vielen schweren Touribusse sehr schlecht. Es ist wenig los, Nachsaison, wir machen viele Fotostopps. Wir fahren einen offiziellen Campground an, obwohl wir auch auf manchen Parkplätzen übernachten dürften. Aber: Wir brauchen Windschutz, es bläst wieder ordentlich, und es wäre ein Problem unser Hubdach, was mit Zeltstoff versehen ist , zu öffnen. Der nächste Tag ist voll verregnet. Wir fahren eher "lustlos" herum, der Wolkenhimmel hängt so tief, trotzdem wandern wir mit Regencapes zum "Türme - torres" Viewpoint. Außer das wir fast weggeblasen werden, so stark ist der Wind, passiert nichts aufregendes. Wir stehen einfach vor einer grauen Wand! Beton oder Granit ??? Wir wissen es nicht. Ok....Aussitzen. Wir fahren durch den Park, das sind immerhin so ca. 25km Piste und logieren in einem schönen Camp etwas ausserhalb mit super Windschutz, kochen im zugehörigen "Shelter" ....und machen die Heizung in der Kabine an, die seit der Reparatur in Bolivien wieder zuverlässig läuft.....und wohl wichtigstes Feature der Kabine ist ! Wir werden am nächsten Morgen mit Sonnenschein belohnt ! Fahren zurück, wandern erneut zum Viewpoint ! Was ein schöner Anblick !!! In aller Ruhe können wir die "Torres" jetzt begutachten und ablichten....und klar drängt sich die Frage auf, ob die Menge der begeisterten, oft europäischen Touristen schon mal die Dolomiten gesehen hat........! Das Besondere , oder eben auch das "nicht Besondere" : wir stehen hier auf nur wenigen hundert Meter Meereshöhe und schauen die Berge an....solche Anblicke mussten wir uns in Peru und Bolivien "härter" und vielleicht auch persönlich zufriedenstellender erarbeiten...Wir auf 5000m und keuchend und um uns herum eine Galerie von 6 bis 7 Tausendern mit schneebedeckten Gipfeln ! Geschafft !! Wir sind zufrieden mit unserem Zeitplan und dem Erlebten ! Alle "big three" konnten wir bei Sonne sehen. Klarer Favorit : Perito Moreno Gletscher ! Es ist der 22.02.2017.....und höchste Zeit jetzt zum "Gipfelsturm" anzutreten....es gilt die südlichste Stadt der Welt bei noch einigermassen brauchbaren Wetterbedingungen zu erreichen....es wird so langsam Herbst hier unten ganz im Süden.....der Südhalbkugel!

Aktuelles

 

 

 

 

BILDER

Update: 01.11.2017

Uruguay : Hasta luego, Hilux

 

 

 

 

REISEBLOG

Update: 01.11.2017

 

 

Uruguay online

 

 

- Neues Reisefahrzeug:

  wir zerbrechen uns

  den Kopf !

 

- Sonja und Jochen:

 alles Gute für eure

 Abenteuer mit dem

 Hilux ! Pflegt ihn gut!

 

- vorerst "Alltag" in Deutschland:

  nichts ist so wie es war !

  Wir sind geprägt von unserer

  Reise !

 

 

 

 

 

 

2 Years - 2 Continents

 


 

  

 

 

  

86.000 km liegen hinter uns....wir sagen danke,

Hilux und verabschieden

uns von einem großartigen Freund !

 

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